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Strade Bianche

Die Saison hat begonnen, die ersten Frühjahrsklassiker sind bereits vorbei. Das Wetter: erwartungsgemäß unberechenbar. Wind, Regen, Sonne, Schnee, Matsch, Kopfsteinpflaster, Schotter, Berge. Alles mit dabei..

Unser Kollege Tim hat am Strade Bianche Gran Fondo teilgenommen und berichtet, mit welchem Outfit er es durchs Mistwetter geschafft hat.

 

Strade Bianche

Das sind sie also, die „weißen Straßen“ in der Toskana. Auf jeden Fall ein Kontrastprogramm zum Kopfsteinpflaster in Flandern. Diese Strecken aus Kalksteinschotter verbinden die Weinberge mit den kleinen Siedlungen der Gegend und wurden schnell in der Radsportszene zu einer der legendären Herausforderungen.

Staubig und lose wenn trocken, zäh und rutschig bei Nässe. Beide Varianten stellen technische Anforderungen an die Fahrer. Wenn man dann noch das wechselhafte Frühlingswetter mit berücksichtigt, dann wird klar, dass dieses Rennen vor allem aufgrund seiner Unberechenbarkeit besonders interessant ist.

Team Wiggle Fahrer Tim hat dieses Jahr am Strade Bianche Gran Fondo teilgenommen. Ebenfalls mit dabei: sintflutartiger Regen und starker Wind. Es ging genau dieselbe Strecke entlang, wie sie am Tag davor von den UCI Frauen zurückgelegt wurde: 130 km, davon 30 auf den Strade Bianche.

 

Tims Empfehlungen für einen Frühjahrsklassiker

Lange hab ich mal wieder überlegt. Letztendlich hab ich mich dann, mit der Aussicht auf angekündigte Gewitterstürme, für ein Outfit entschieden, dem vor allem Nässe nichts anhaben kann.

Kappe aus Baumwolle

Ein ganz simples Extra, aber auf jeden Fall auch eines der wichtigsten. So eine Casquette schützt vor Regen und man kann einigermaßen geschützt damit nach vorne gucken.

Sonnenbrille

Ab und an schien schon kurz die Sonne, aber meistens hatte ich die Brille eigentlich nur auf, um auch hier wieder meine Augen vor Regen und Staub und Steinen und Schlamm zu schützen. 

Mesh Unterhemd

Ein vernünftiger Baselayer darf bei keinem Wetter fehlen. Er leitet Schweiß von der Haut ab und reguliert so die Körpertemperatur.

Sommertrikot

Von Sommer kann man zu dieser Jahreszeit in der Toskana zwar nicht sprechen, aber getragen habe ich das Sportful Bodyfit Pro Team als Midlayer. Wenn es wärmer werden würde, dann war der Plan, dass ich immer noch die oberste Lage ausziehen könnte (dazu kam es übrigens nicht...).

Sportful Fiandre WS LRR Jacke

Ein Highlight aus meinem Sortiment an Schlechtwetter-Ausrüstung: die Sportful Fiandre Windstopper LRR Regenjacke. Vorgestellt habe ich die bereits in meinem Produkttest. Sie schützt vor Wind und Spritzwasser dank Gores Windstopper Material. Die Taschen haben auch ein ganz cooles Detail, und zwar haben sie kleine Löcher auf der Unterseite, damit Nässe ablaufen kann und somit nicht alles komplett bis auf den Baselayer durchnässt.

Sportful Fiandre Light NoRain Trägershorts

Die Sportful NoRain Light Bibs sind dieses Jahr ganz neu. Das NoRain Material schützt vor Regen und Wind und eine doppelte Materiallage schützt den Hintern vor lästigem Spritzwasser vom Hinterrad. Das Total Comfort Pro Sitzpolster hat mir die ganzen 6 Stunden über (das Rennen selbst und die Fahrt vom und zum Hotel) echt gute Dienste geleistet.

Sportful NoRain Arm- & Kniewärmer

Weich und fleecig auf der Innenseite und wasserabweisend von außen. Was will man mehr! Wasser perlt einfach ab, und kann so gar nicht erst ins Material einziehen. Warm halten sie auch.

GripGrab Neoprenhandschuhe

Egal, wie wasserdicht Handschuhe auch sein mögen, früher oder später werden die Hände kalt. Um dem entgegenzuwirken, habe ich mich hier für die GripGrab Neoprenhandschuhe entschieden. Neopren sorgt nämlich dafür, dass sich die Nässe in den Handschuhen aufwärmt. Damit blieben meine Fingerspitzen die ganze Zeit über warm.

GripGrab Radsocken

Bei den Socken habe ich mich für eine etwas dickere Variante entschieden. So hatten es meine Füße auch etwas molliger als in normalen Sommersocken.

GripGrab Race Aqua Überschuhe

Und um auch wirklich warme Füße zu behalten, hab ich dann noch die GripGrab Race Aqua Überschuhe übergezogen. Der Rand aus Kevlar kann ordentlich was ab und die wasserabweisende Beschichtung hält Nässe und Kälte fern und die Zehen bleiben warm.

 

Fahrrad Set-up

An meinem Eastway hab ich nicht viel verändert. Mein Emitter Team Bike hab ich lediglich mit einem Satz Hutchinson Sector 28 Tubeless Reifen aufgemotzt und die dann mit 80 PSI gefahren.

Ein Ass Saver durfte bei dem Wetter natürlich auch nicht fehlen.

Ansonsten haben sich das Komponentenset von fi'zi:k, die Campy Gruppe und die Zonda Two-Way Fit Laufräder in der Toscana direkt wie zu Hause gefühlt.

 

Tim hat es beim Strade Bianche Gran Fondo auf Platz 85. geschafft. Seine Zeit lag bei 04:16:42.

Nächstes Jahr, so hofft er jetzt schon, wird es ein trockener Frühjahrsklassiker für ihn...

Über den Autor

Ja Na
Veröffentlicht am : 10 Mär 2017