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Rennräder erklärt

In Sachen Geschwindigkeit, Stil und Effizienz ist ein Rennrad unschlagbar. Rennräder verfügen in der Regel über schmale Reifen, große 700 C Laufräder sowie über Rennradlenker. Sie sind ebenfalls leichter und schneller als andere Fahrradtypen, die wir dir bei Wiggle anbieten, und die ideale Wahl für viele unterschiedliche Aktivitäten.


Rennräder für Einsteiger:

Rahmen: Die Rahmen von Einsteigerrennrädern bestehen meistens aus einer Kombination aus Aluminium und Stahl. Aluminium ist dabei verhältnismäßig leicht, robust und erschwinglich, während Stahl für Komfort und Strapazierfähigkeit sorgt.

Antrieb: Der Antrieb ist bei einem Rennrad für Einsteiger in der Regel durch eine 8-, 9- oder 10-fach Kassette sowie meistens durch eine Kompaktkurbel bestimmt.

Laufräder: Hier sind Laufräder mit flachem Felgenprofil üblich, da sie Vorzüge wie Fahrkomfort in Form von längeren Speichen für gute Stoßdämpfung mit sich bringen.

Wer du bist? Jemand, der mit dem Radfahren oder dem Rennradfahren beginnt. Es ist für dich das erste Mal oder du kehrst nach längerer Pause zum Rennradfahren zurück und möchtest zur Arbeit pendeln, an deinem ersten Event teilnehmen oder nur für Fitness oder zum Spaß fahren.


Rennräder für Fortgeschrittene:

RahmenIn dieser Gruppe sind besonders Rahmen aus Carbonfaser aufgrund ihrer ausgezeichneten Steifigkeit und des geringen Gewichts beliebt. Aber auch Rahmen aus Stahl und Aluminium sind in dieser Kategorie vorzufinden.

Antrieb: 10- oder 11-fach Kassetten sind in dieser Gruppe der Standard. Zu den beliebtesten Gruppen gehören Shimano 105/Ultegra, Campagnolo Centaur/Athena/Chorus und SRAM Rival/Force.

Laufräder: Sie werden anfangen Einsteigersätze sowie Laufräder des Fortgeschrittenenniveaus an Rennrädern dieser Kategorie zu sehen. Marken wie Shimano, Mavic, Fulcrum und Campagnolo sind hier eine beliebte Wahl.

Wer du bist? Du kannst vielleicht auch als Wochenendkämpfer bezeichnet werden. Du bist ein ehrgeiziger Fahrer und fährst regelmäßig. Du list in Foren und suchst Rat in Sachen Komponenten und Ausstattung und nimmst an Diskussionen zu Trainingsplänen und Methoden teil.


Rennräder für Profis

Rahmen: In dieser Kategorie sind Rahmen aus Carbonfaser die absoluten Lieblinge. Die Art, in der das Carbon “gewebt” ist, ist ein ausschlaggebender Herstellungsprozess und verleiht dem Rahmen seine Eigenschaften.

Antrieb: Halten Sie die Augen nach Shimano Ultegra/Dura-Ace, Campagnolo Chorus/Record/Super Record und SRAM Force/Red offen. Elektronische Schaltungen wie Di2/EPS sind ebenfalls erhältlich.

Laufräder: Laufradsätze mit tiefem Felgenprofil (Aero) sind auf diesem Niveau üblich. Auch flache Profile mit geringem Gewicht sind an Profi-Rädern zu sehen.

Wer du bist? Du fährst regelmäßig, setzt dir Ziele und nimmst an Wettkämpfen und Events teil. Vielleicht machst du auch Urlaub mit deinem Rennrad in den Alpen?


Aus welchen Materialien werden Rennräder hergestellt?

Carbonfaser: Hierbei handelt es sich um ein äußerst leichtes und steifes Material. Dieses Nichtmetall bringt große Vorteile in Sachen Design mit sich. Carbonfaser kann in aerodynamische Form gebracht und für erhöhte Steifigkeit und Stärke noch weiter und feiner bearbeitet werden.

 

StahlAls ein sehr beliebtes und traditionelles Material wird Stahl für Komfort, Stärke und Strapazierfähigkeit in Sachen Fahrradrahmen verwendet. Es kann ebenfalls leicht repariert oder ausgebessert werden.

 

Titan: Rahmen aus Titan sind extrem leicht und sorgen für eine geschmeidige Fahrt, die der mit einem guten Stahlrahmen ähnelt.

Aluminium: Dieses Material ist äußerst steif, leicht und robust. Alu-Rahmen haben den Ruf, für eine ausgezeichnete Kraftübertragung und Steifigkeit zu sorgen.

Welche Rennräder gibt es noch?

Rennräder für den Wettkampf: Die Geometrie eines Rennrades ist für optimale Schnelligkeit auf der Straße ausgerichtet. So kann sich die gekrümmte Körperhaltung im Vergleich zu der eher aufrechten Position auf einem Cityrad oder Mountainbike anfangs zunächst etwas gewöhnungsbedürftig anfühlen. Im hochpreisigen Segment sind die Räder entweder von Aerodynamik oder geringem Gewicht bestimmt oder beide Aspekte kombiniert.

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Zeitfahrräder: Fahrräder fürs Zeitfahren sowie für den Triathlon sind auf Geschwindigkeit ausgerichtet. Da man auf Radrennbahnen sowie auf den Triathlonetappen kaum von Anstiegen und Klettern sprechen kann, wiegen diese Räder etwas mehr als Rennräder und die Position des Fahrers wurde in Sachen Aerodynamik noch weiter optimiert.

 

Touringfahrräder: Diese Räder sind Rennrädern sehr ähnlich, verfügen aber im Allgemeinen über eine etwas entspannte Geometrie, sodass längere Distanzen mit mehr Fahrkomfort zu bewältigen sind. Die Rahmen können meist Gepäckträger und Schutzbleche aufnehmen.

Eastway Apex Road Bike

 

Glossar für Fahrradfachbegriffe

Legierung: Eine Legierung ist eine Verbindung aus zwei oder mehreren Elementen. Bei mindestens einem davon handelt es sich um ein Metall.

Lager: Kugellager ermöglichen es Teilen sich zu drehen oder frei zu rotieren.

Tretlager: Das Tret- oder Innenlager befindet sich im Tretlagergehäuse eines Fahrrads.

Tretlagergehäuse: Das Tretlagergehäuse nimmt das Tret- oder Innenlager auf und befindet sich dort wo sich Sitzstrebe, Unterrohr und Sitzrohr treffen. 

Bremshebel: Bremshebel sind am Lenker angebracht und bedienen die Bremsen zum Anhalten oder Abbremsen.

Bremszug: Das Bremszugsystem besteht aus zwei Elementen – dem inneren und dem äußeren Teil.

Carbonfaser: Bei diesem Verbundwerkstoff ist ein äußerst hohes Verhältnis von Steifigkeit zu Gewicht garantiert, was ihn ideal für Fahrradrahmen und Komponenten macht.

Cantileverbremse: Diese Bremsen sind so ausgerichtet, dass Sie die Felge gleichzeitig berühren.

Kassette: Bei der Kassette handelt es sich um ein Paket von Zahnkränzen, das am Freilauf des Hinterrades angebracht ist und einen Teil des Antriebs bildet.

Kette: Die Kette überträgt die Kraft vom Kettenblatt auf das Hinterrad. 

Chromoly: Hierbei handelt es sich um eine Art von Stahl, der Chrom und Molybdän beinhaltet. Ein anderer Name für dasselbe Material ist 4130er Stahl.

CX: CX steht für Cyclocross oder Querfeldeinrennen.

Scheibenbremse: Scheibenbremsen arbeiten mit einer Metallscheibe, die an der Radnabe befestigt ist, und die mittels Hydraulik oder Zug bedient wird.

Rennradlenker: Rennradlenker oder auch Drop Lenker sind in erster Linie an Renn- oder Bahnrädern zu finden.

Anfängerniveau: Dieser Begriff wird oft für Fahrer verwendet, die sich Ihr erstes Fahrrad anschaffen.

Gabel: Die Gabel ist mit Vorbau oder Lenker verbunden und ermöglicht die Bewegung des Vorderrades und das Halten des Gleichgewichts.

Rahmen: Der Rahmen ist der Hauptteil des Fahrrads und besteht aus verschiedenen Rohren. Am Rahmen sind wiederum die Laufräder und andere Komponenten angebracht.

Freilaufkörper: Dies ist ein Teil der Hinterradnabe, der über einen Ratschenmechanismus verfügt und somit den Freilauf ermöglicht.

Schaltzüge: Die Schaltzüge reichen vom Schalthebel zum Schaltwerk und Umwerfer, um die Gänge zu wechseln.

Schalthebel: Schalthebel wechseln durch Bedienen die Gänge über Umwerfer und Schaltwerk.

Lenker: Fahrradlenker bestehen aus einem Stück und werden am Vorbau eines Fahrrads befestigt.

Steuersatz: Der Steuersatz besteht aus verschiedenen Teilen und befindet sich im Steuerrohr des Fahrrads.

Naben: Die Naben befinden sich im Zentrum des Vorder- und Hinterrades.

MTB: Hierbei handelt es sich um die Abkürzung für Mountainbike.

Hinterbaufederung: Hierbei handelt es sich um eine mechanische Komponente, die Stöße am Hinterrad abfedert und die üblicherweise an Mountainbikes zu finden ist.

Felgen: Die Felgen sind kreisrund und tragen die Reifen.

Stahl: Stahl ist eine Legierung und besteht aus Eisen sowie anderen Bestandteilen.

Federgabel: Hierbei handelt es sich um eine Art von Fahrradgabel, die über stoßdämpfende Eigenschaften und Tauchrohre verfügt.

Speichen: Sie verbinden die Nabe mit der Felge.

Sattel: Der Sattel ist für Sie der Verbindungspunkt mit Ihrem Rad. Er wird mittels des Rohrgestells an der Sattelstütze befestigt.

Sattelstütze: Hierbei handelt es sich um eine verstellbare Verlängerung, die in das Sitzrohr eingeführt und dort befestigt wird.

Ritzel: Ritzeln sind einzelne Zahnräder die zusammen die Kassette oder den Freilauf bilden.

Gabelschaft: Der Gabelschaft ist der obere Teil einer Fahrradgabel.

Vorbau: Der Vorbau verbindet den Lenker mit dem Schaft der Gabel.

Tapered (Steuerrohr): Diese Form des Steuerrohrs läuft konisch zu und hat daher einen größeren Durchmesser am unteren als am oberen Ende.

Daumenschalthebel: sind leicht zu bedienende Schalthebel, die mit den Daumen bedient werden und äußerst üblich an Mountainbikes waren.

Reifen: Fahrradreifen laufen außen auf den Felgen der Laufräder.

Schaltwerk: Das Schaltwerk leitet die Kette auf der Kassette von einem Zahnrad zum nächsten und hält gleichzeitig die Kettenspannung.

Umwerfer: Der Umwerfer sorgt dafür, dass sich die Kette in einer Seitwärtsbewegung zwischen den Kettenblättern hin und her bewegt.

Oberrohr: Das Oberrohr verbindet das Sitzrohr mit dem oberen Teil des Steuerrohrs.

Steuerrohr: Das Steuerrohr besteht aus Steuersatz und Gabelschaft.

Unterrohr: Dieses Rohr verbindet das Ende des Steuerrohrs mit dem Ende des Tretlagergehäuses.

Sitzrohr: In das Sitzrohr wird die Sattelstütze geschoben.

Kettenstreben: Diese beginnen am Tretlagergehäuse und führen nach hinten, wo sie sich mit den Ausfallenden verbinden.

Sitzstreben: Diese verbinden das obere Ende des Sitzrohrs mit den Ausfallenden.

Über den Autor

Stefan Wigglesport
Veröffentlicht am : 20 Mai 2015

Stefan, ‘81er Jahrgang und begeisterter Hobbyläufer.