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Continental Grand Prix 4000S II Rennrad Faltreifen

So funktionieren Rennradreifen

Reifen sind ohne Frage einer der wichtigsten Bestandteile zum Rad fahren. Ein qualitativer Rahmen, versehen mit den richtigen Komponenten ist ein wichtiger Schritt in Richtung gutter Fahrt. Allerdings sollten Sie die Wichtigkeit der richtigen Reifen unterschätzen.

Ein Rennradreifen ist speziell für das Fahren auf der Straße entwickelt. Ein guter Rennradreifen verfügt über eine glatte Lauffläche, eine ausgewogene Aerodynamik, geringen Rollwiderstand sowie Fahrkomfort für den Fahrer.

Ein Rennradreifen besteht aus 3 Hauptkomponenten:

Wulst – Die Wulst hält den Reifen auf der Felge und stütz somit die Reifenstruktur. Der größte Teil aller Wülste besteht aus Draht. Allerdings wird Kevlar immer beliebter für Rennradreifen.  

Gewebe – Gewebe macht den Hauptbereich des Reifens aus. Es ist zwischen den zwei Wülsten eingewoben. Das gängigste Material hierfür ist Nylonschnur.

Gummi – Sobald der Reifen durch das Gewebe seine grobe Form erhalten hat, wird er mit Gummi beschichtet, um ihn so vor Schäden zu schützen.


Reifengrößen

Breite: Die Reifenbreite spielt eine entscheidende Rolle darin, wie sich ihr Fahrrad auf unterschiedlichen Untergründen verhält. Das Wichtigste ist es zu verstehen, dass die Reifenbreite stets auch von der Art des Fahrstils abhängt. Die beliebtesten Rennradreifen sind 23 mm breit. Dieses schmale Profil eignet sich bestens für schnelles Fahren auf glattem Straßenuntergrund. Je breiter der Reifen, desto komfortabler wird die Fahrt aufgrund des höheren Luftvolumens im Reifen. Es dient auch gleichzeitig als kleiner Stoßdämpfer.

Durchmesser: Rennradreifen für Erwachsene liegen üblichweise bei 650c (571 mm) und 700c (622 mm) im Durchmesser.

 


Reifendruck

Rennradreifen sind normalerweise mit einem Druckbereich versehen. Das Minimum trägt einen Fahrer von normalem Körpergewicht. Der maximale Reifendruck ist ebenfalls angegeben und dieser sollte nicht überschritten werden. Sie können auch eine Tabelle vom Reifenhersteller zu Rate ziehen und selbst entscheiden, welchen Druck Sie entsprechend Modell und Gewicht fahren wollen. Bei nassem Untergrund wird empfohlen etwa 10 – 15 PSI weniger als gewöhnlich zu fahren, da so der Grip erhöht wird.

 

 

BBB BMP-90 Digitaler Reifendruckmesser


Welcher Rennradreifen ist ideal für Sie?

 

 

Drahtreifen: Konventionelle Reifen sind zu 99 % Drahtreifen. Sie bestehen aus einem äußeren Reifen, der Karkasse, mit einem U-förmigen Querschnitt und einem seperaten Schlauch. Die Wulst des Reifens greift unter den Rand der Felge und der Luftdruck im Schlauch hält alles an Ort und Stelle.

 

 

 

Continental GatorSkin Rennrad Faltreifen

 

Schlauchreifen: Während die moisten Fahrer Drahtreifen verwenden, ist im Hochleistungsradsport der Schlauchreifen angesagt. Diese Reifen werden auf spezielle Felgen mit Kleber oder Band geklebt. Der Schlauch wird innerhalb der Karkasse in den Reifen eingenäht und so wird alles zu einer abgeschlossenen Einheit.

 

 

Continental Competition Schlauchreifen

Laufflächenprofile

Draht- sowie Schlauchreifen gibt es mit einer Vielzahl von Laufflächenprofilen, die je für ein spezielles Wetter und einen bestimmten Untergrund geeignet sind. Viele moderne Reifen können bei jeder Bedingung gefahren werden. Um jedoch Ihre Performance zu steigern wird oft zwischen verschiedenen Profilen gewechselt.

Zum Beispiel ist ein Slick Reifen bestens für trockene Bedingungen geeignet, da er den geringsten Rollwiderstand wie nur möglich bietet. Allwetterreifen oder solche für jede Lebenslage haben normalerweise Kerben oder kleine Profilnoppen auf der Lauffläche, sodass Wasser verdrängt und der Grip auf nassen Straßen erhöht werden kann. Diese Allzweckreifen verfügen darüber hinaus oft über zusätzlichen, integrierten Pannenschutz, der mit Steinen und Partikeln auf Nasser Straße besser umgehen kann.


Fachbegriffe

  • Wulst – Der Rand eines Reifens, mittels dessen der Reifen auf der Felge gehalten wird
  • Drahtreifen – Ein Reifen, dessen Wülste per Draht hinter der Felge gehalten werden
  • Hybrid – Ein Fahrrad für Pendler, das Elemente von Rennrad und Mountainbike vereint.
  • Kevlar – Eine synthetische Faser aus Aramid, die für Strapazierfähigkeit und Flexibilität in Reifenwülsten und flachen Schutzeinsätzen dient
  • MTB Reifen – Ein Reifen der speziell für Mountainbikes verwendet wird
  • Quetschriss – Platten, die durch das Einklemmen des Schlauchs zwischen der Felge und einem scharfkantigen oder hartem Gegenstand verursacht werden
  • PSI – PSI steht für Pounds per Square Inch (Pfund pro Quadratzoll), eine Einheit zur Reifendruckbestimmung
  • Rollwiderstand – Reibung, die entsteht, wenn der Reifen rollt
  • Reifendruckmesser – Ein Messgerät, dass den Reifendruck in PSI anzeigt, wird verwendet um den idealen Reifendruck zu ermitteln
  • TPI – TPI steht für Threads per Inch, die Dichte der Gewebefäden im Reifen
  • Lauffläche – Der Bereich eines Reifens, der Kontakt mit dem Untergrund hat
  • Schlauchreifen – Diese Reifen werden in erster Linie für Wettkämpfe verwendet. Schläuche sind in den Reifen eingenäht. Dieser wird dann auf die Felge geklebt.

Über den Autor

Ja Na
Veröffentlicht am : 11 Mai 2015